Tag 7 – Wochenfazit & Ausblick

•Sonntag, 22. Juli, 2007 • Hinterlasse einen Kommentar

Mit dem gestrigen Tage hab ich die erste Woche mit meinem neuen Uberman-Schlafrhythmus hinter mir – Zeit für ein kleines Zwischenfazit und was ich für die nächste Zeit erwarte. Zunächst aber noch die Anmerkung, dass der gestrige Mittags-Nap beinahe aus dem Ruder gelaufen wäre, bin glücklicherweise nach einer Stunde aufgewacht. Die anderen Nickerchen liefen wie am Schnürchen. Vom Gefühls- und Motivationsgrad gesehen, war es ein sehr zwiespältiger Tag, mit harten Stunden in der ersten Hälfte und relativ lockeren in den Abendstunden. Einen Mangel an Abwechslung kann ich also nicht beklagen ;)

Wochenrückblick & -fazit

Wie ihr meinen Einträgen entnehmen könnt, war es eine sehr durchmischte Woche. Prinzipiell hatte ich wesentlich schlimmere und tiefgreifendere Probleme bei der Umstellung des Schlafs erwartet. Ein Vorteil mag gewesen sein, dass ich sowieso einen eher zerrütteten und ungleichmäßigen Schlafrhythmus über die letzten Monate gehabt habe, dementsprechend hat mein Körper vlt. einfach auf einen geradlinigeren gewartet und sei es auch ein so – auf den ersten Blick – bizarren wie den Uberman :)

Als problematisch empfinde ich immer noch die Mittagszeit und die Stunden am frühen Nachmittag. Der Grad an Niedergeschlagenheit und Müdigkeit ist zu diesen Zeiten am ausgeprägtesten, während ich in den Abendstunden wesentlich motivierter bin und auch produktivere Dinge angehen kann. Ich sehe meine Vermutung bestätigt, dass dies an meinen Präferenzen hin zum Typ “Nachtmensch” liegt. Bei Leuten, die eher zur Kategorie “Frühaufsteher” gehören, mag es genau umgekehrt sein.

Als schön empfinde ich die Wertschätzung, die ich auf einmal Schlaf im Allgemeinen entgegenbringe. Die 20-Minuten-Nickerchen lehren mich ein ganz neues Verhältnis dazu und beinahe jeder Nap wird einerseits freudig erwartet und andererseits für tiefen Schlaf genutzt. Bin zudem auch stolz auf mich, dass es kaum zu ausgelassenen Naps oder unfreiwillig ausgedehnten Schlafphasen gekommen ist. Ich vermute mal, dass die gute Vorbereitung und das Lesen vieler anderer Berichte und Erfahrungen zum Thema Uberman sich ausgezahlt haben. War ständig darum bemüht, ausreichend lockere und leichte Nahrung wie Obst im Haus zu haben und auch die Anfertigung der To-Do-Liste hat einiges an Klarheit gebracht (auch wenn ich selbst jetzt noch über die Hälfte an Items darauf stehen hab).

Über die Gefühlslage lässt sich zudem sagen, dass mir die Realität zwischen den Naps intensiver vorkommt. Nicht nur die Länge der Tage hat subjektiv enorm zugenommen, auch die Wahrnehmung verschiedenster Dinge ist je nach Situation entweder intensiver, verzerrter oder gar ein Wechselbad zwischen diesen Zuständen. So mancherlei alltägliche Ereignisse haben mich erschrocken oder auch fasziniert, über die ich zuvor nie nachdachte oder welche ich vor dieser Phase überhaupt nicht aktiv wahrnahm. Mir kommt es vor, als würde ich die Welt wieder mehr wie aus Sicht eines Kindes sehen, bloß mit der reichen Erfahrungswelt und dem Wissen eines Erwachsenen – klingt leicht bis stark verwirrt und höchst spekulativ, aber so sind nunmal subjektive Erfahrungen ^^

Ausblick auf die kommende Zeit

Ich schätze mal, dass die kommende Woche härter wird, als die Erste. In mir brodelt es und ich habe das bestimmte Gefühl, dass dies nicht alles gewesen sein kann. Ich bin schon länger mit diversen harten Phasen vertraut, in denen es nur selten zu Schlaf kam, aber ein Experiment wie dieses konnte ich noch nicht über einen längeren Zeitraum betrachten. Ich erwarte für die nächste Woche dementsprechend eine erhöhte Gefahr des Verschlafens oder zumindest Verpeilens/Verpassens von Schlafphasen. Dem versuche ich mit einem strafferen Terminplan und ein paar Dezibel mehr im WinWecker entgegenzutreten. Bisher hat mich hauptsächlich der Küchenwecker aus so manch schräger Situation gerettet, aber dies klappte ja auch nicht immer, wie ihr wisst.

Ansonsten hoffe ich, dass meine Träume endlich im größeren Stil wiederkehren und ich mich hoffentlich an sie erinnern werde. Bisher sah es in dieser Hinsicht sehr mau aus – zu tief und fest war der Schlaf. Bis auf ein recht intensives Erlebnis fand in diesem Bereich nicht viel statt. Da erwarte ich deutlich mehr in den nächsten Tagen. Aber ich möchte mich ja auch nicht unter Druck setzen, von daher einfach mal sehen was kommt :)

Über die Regelmäßigkeit der Einträge in diesem Blog bin ich mir noch unschlüssig. Einerseits motiviert es zusätzlich, andererseits verspürte ich in der letzten Woche bereit sehr häufig kein Bedürfnis danach, mich vor den Rechner zu setzen und zu schreiben. Dies mag aber auch mit den einhergehenden Umstellungsschwierigkeiten zusammenhängen. Ich werde zwar versuchen, weiterhin jeden Tag des Experiments zu beleuchten, aber ähnlich wie heute (bereits Tag 8 ) bzw. mit dem gestrigen Tage (um den es hier Anfangs ging) kann es zu Verzögerung dabei kommen.

Trotz einiger Unstimmigkeiten und Umstellungen bin ich also fest dazu entschlossen, den Uberman weiter fort zu tragen. Zu interessant sind die Wandlungen meines Selbst, als das ich mir diese Erfahrungen entgehen lassen könnte. Des Menschen Neugier ist nunmal grenzenlos ;)

Tag 6 – Tugendhaft

•Freitag, 20. Juli, 2007 • Hinterlasse einen Kommentar

Der im letzten Eintrag erwähnte Besuch blieb noch über Nacht und leistete mir Gesellschaft. Da diese Person diverse Probleme mit ihrem Schlafrhythmus hat, war es auch gar nicht so verkehrt und wir kamen somit nicht in den Konflikt mono- versus polyphasischen Schlaf. Konnte meine Naps bis zum Mittag dementsprechend auch durchziehen. Allerdings fielen sie nicht so entspannungsreich aus, wie ich sie aus den letzten beiden Tagen überwiegend gewohnt gewesen bin. Vlt. aufgrund der Anwesenheit einer anderen Person? Wäre neben der Tagesform das einzige, was groß anders gewesen wäre.

Das Positive war auch die Abwechslung, die mir dadurch geboten wurde. Mal nicht die Nacht mit mehr oder weniger sinnvollen Tätigkeiten (eher letzteres *g*) zu verbringen, sei es Daddeln oder mit anderen Nachteulen im Icq abzuhängen – so sehr ich diese Personen auch schätze ^^

Nach dem Mittags-Nap und anschließendem Festmahl, welches ich mir gönnte, verbrachte ich viel Zeit draußen. Das Wetter lässt es ja zu und ein bißchen mehr Farbe im Gesicht würde mir sowieso gut stehen. Der 16.00Uhr-Nap war dank der vielen frischen Luft und dem gut verdauten und gemundetem Essen auch eine Wohltat und kam den entspannten Nickerchen der letzten Zeit auch wieder sehr, sehr nahe.

Die nächste Stunde werde ich mit den nötigsten Haushaltsdingen verbringen, um mich dann nach dem 20.00Uhr-Nap wieder dem gepflegten Zocken zuzuwenden. Habe in der Zwischenzeit ein paar Strategieguides gelesen, die unbedingt ausgetestet werden müssen. Was kommt, wenn ich darauf keine Lust mehr habe, wird man sehen. Nächster Eintrag erfolgt morgen oder übermorgen bezüglich Tag 7 und einem ersten Fazit nach einer Woche Uberman. Hab das Gefühl im Moment nicht allzu viel und weltbewegendes berichten zu können – die Naps laufen schließlich recht akzeptabel und der Ablauf sitzt halbwegs. Bin mir aber auch der Gefahren einer solchen Banalisierung des ganzen komplexen Porzesses bewusst, also keine Sorge. Sollten sich allerdings tiefgreifende Änderungen oder Erlebnisse ereignen, so werde ich selbstverständlich noch eher hier posten ^^

Tag 5 – b) – BoT²

•Freitag, 20. Juli, 2007 • Hinterlasse einen Kommentar

Auch die restlichen Naps liefen ohne Probleme. Hatte eine etwas anstrengende Phase ab ca. 21.00 Uhr, fiel in ein Motivationsloch und konnte plötzlich die Augen kaum noch aufhalten. Allerdings bekam ich ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt noch unverhofften Besuch und hab die Gelegenheit gleich genutzt, etwas spazieren zu gehen und zu quatschen. Der anschließende abendliche Snack tat sein Übriges um mich wieder aufzubauen und vom ungewollten Einschlafen abzuhalten. Wäre ich alleine gewesen, so wäre es wohl etwas heftiger gekommen.

An sich merke ich aber, dass es langsam rauer wird und mein Körper sich teilweise immer noch dagegen wehrt, den neuen Rhythmus anzunehmen. So ein Gefühl wie “Man, wie lange wird das wohl noch dauern…” und eine Wechselbad aus Rastlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Alles in allem aber durchaus eine interessante Erfahrung. Es ist mal eine Möglichkeit an seine Grenzen zu gehen, auf eine völlig neue Weise. Kann es schon jetzt wärmstens empfehlen, wenn man auf der Suche nach einer neuen Herausforderung ist ^^

Tag 5 – a) – Back On Track

•Donnerstag, 19. Juli, 2007 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich bin erstaunt, nach dem gestrigen eher undisziplinierten Tag, lief heut alles wie am Schnürchen, zumindest bis jetzt. Habe alle Naps eingehalten, auch minutengenau an die Schlafzeit gehalten – was will man mehr? :)

Leider blieben alle Nickerchen traumlos oder zumindest kann ich mich nicht an etwaige Träume erinnern. Dafür hab ich das Gefühl, dass die einzelnen Schlafphasen zunehmend reicher an Entspannung werden und ich mich danach jeweils ausgeglichen und beinahe wie ausgeschlafen fühle. Möchte zwar nicht zu früh ins Jubeln geraten, aber für den 5. Tag hab ich das noch nicht in dieser Art erwartet. Ob das bloß eine vorübergehend gute Phase ist, bleibt abzuwarten.

Konnte mich sogar dazu motivieren endlich meine To-Do-Liste weiter abzuarbeiten und habe an einem Essay für die Uni gefeilt. Sehr löblich, bin sogar der Meinung, dass die Arbeit ziemlich gut gelungen ist, vor allem für jmdn. der keinen “normalen” Schlaf mehr seit einigen Tagen hat (aber was ist schon normal? *g*). Außerdem hab ich weiter an dem Spiegelmagie-Eintrag gefeilt und ihn, nach meinem letzten Nap um 16.00 Uhr, vor ein paar Minuten online gestellt. Habe das als zusätzliche Motivation zum Aufstehen bereitgestellt, scheinbar eine ganz gute Sache um hoch zu kommen, es fällt einem leichter wenn man sich was vornimmt ^^

Geplant ist nun für den weiteren Tag eigentlich nichts großartiges mehr, vlt. mal wieder im größeren Stil über Icq kommunizieren, ein bißchen trainieren und ansonsten alles auf mich zukommen lassen – auf jeden Fall die unerwartete Motivation nutzen, um in kein Loch zu fallen.

Revival & Overboard

•Donnerstag, 19. Juli, 2007 • 3 Kommentare

In diesem Eintrag geht es um die ersten spiegelmagischen Experimente seit langen Jahren, aber bevor ich euch von dem weniger gelungenem und dem etwas “erfolgreicheren” Versuch berichte, möchte ich die Vorgeschichte erläutern – hatte dies ja bereits im ersten Blogeintrag zum Thema Spiegelmagie angekündigt. Der Grund für das in Klammern setzen des Erfolgreich-Attributs liegt in der etwas verqueren und verwirrenden Situation, die die Umstände des letzten der beiden Experimente erzeugt haben.

Habe lange an diesem sehr umfangreichen Blogeintrag gearbeitet, vor allem da ich deutlicher zwischen meinem subjektiv Erlebtem und den einhergehenden tatsächlichen Ereignissen differenzieren musste. Aber wie soll man schon objektiv sein können, wenn es letztlich doch auf eine Schilderung eigener Erlebnisse hinausläuft? Ich versuche es zumindest so ausgeglichen wie möglich zu formulieren.

Vorgeschichte – Vor langer Zeit…

…, in etwa 14-15 Jahre um genau zu sein, hatte ich ein seltsames Erlebnis, an welches ich lange Zeit nicht gedacht habe. Als Kind stellte ich mich eines Abends vor unseren Badezimmerspiegel und schaute mich lediglich minutenlang an und tat ansonsten nichts. Warum ich das tat, ist mir bis zur heutigen Zeit entgangen, vlt. war es Langeweile, der Versuch das Schlafengehen noch länger hinauszuzögern, evtl. auch beides zusammen oder was auch immer – als Kind ist man offen für Allerlei Aktivitäten. Die Gründe mögen aber auch keine so große Rolle spielen. Jedenfalls betrachtete ich mich und fiel nach einer Weile in einen seltsamen Zustand.

Mein Gesicht im Spiegelbild begann langsam damit, sich optisch zu verändern. Dazu verstärkten sich auch die Intensität von Licht und Temperaturempfinden. Zunächst fand ich das interessant und machte dementsprechend weiter, aber nach einigen zusätzlichen Minuten wurden die Veränderungen derartig stark, dass mir ein kalter Schauer den Rücken hinunter lief und sich in mir Angst regte. Als dann zusätzlich ein kurzes und lautes Knacken den Raum erfüllte, war es mit mir geschehen und ich verließ panikartig das Badezimmer Richtung Kinderzimmer. Verwirrt und verängstigt, vergaß ich dieses Erlebnis und ließ es ruhen.

Bis ich – wie schon in meinem ersten Erklärungsposting erwähnt – vor einiger Zeit auf Beiträge in diversen Webforen und – pages zum Thema Spiegelmagie stieß und einige dieser Beiträge die lang und tief in mir steckenden Erinnerungen an dieses Kindheitserlebnis weckten. Das Interesse war nun wieder neu entfacht und sogleich ackerte ich mich durch alle möglichen Quellen – egal wie obskur oder esoterisch, auf der Suche nach Gemeinsamkeiten zu meinen Erlebnissen und Anregungen, wie man es besser / anders machen könnte. Die Qualität vieler Posts und Geschichten (ich nenne sie mal ganz bewusst so) ließen aber in den meisten Fällen deutlich zu wünschen übrig und dementsprechend beschloss ich, meine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Da ich durch den Beschluss, den Uberman-Schlafrhythmus durchzuführen, sowieso in Experimentierfreude steckte, hielt ich es für eine gute Ergänzung. Nun aber zu den ersten Versuchen.

Versuch 01 – Sonntag, 15.07.2007, ca. 21.00 Uhr

Ich sorgte für eine angenehme Atmosphäre, indem ich mir zwei Kerzen und ein Räucherstäbchen anzündete. Vor allem von letzteren habe ich noch genug übrig, da ich nur selten in der Laune bin, meine Bude damit voll zu qualmen – obwohl es eigentlich ein recht angenehmer Geruch ist (Sorte weiß ich leider nicht, bekam ich samt Ständer mal in ‘nem Mini-Jutesack geschenkt, aber was soll’s ist wohl sowieso irrelevant ;) ).

Bezügl. der Location: Neben dem Badezimmer-Spiegel verfügt unsere WG noch über einen großen und langen Wandspiegel im Eingangsbereich bzw. Flur, habe ansonsten keinen weiteren Spiegel in unserer Wohnung parat, außer bei meinem Mitbewohner, aber ich wollte und will sein Zimmer nicht während seiner momentanen Abwesenheit dafür nutzen. Den Flurspiegel empfinde ich als eher passend, da ich mich so besser entspannt hinsetzen kann. Im Badezimmer müsste ich stattdessen die ganze Zeit über stehen und das hielt ich für kontraproduktiv, auch wenn mein Kindheitserlebnis im Stehen zu besonderen Erlebnissen geführt hat – man muss sich ja nicht auf ein Schema festlegen ^^

Ich setzte mich also im Kerzenschein und zugeräuchert vor besagten Spiegel und fing an mich bewusst zu entspannen und den Blick locker auf den Bereich leicht oberhalb zwischen beider Augen, also unterer Stirnbereich, zu fixieren. Wahrscheinlich hätte ich mir auch direkt in die Augen, dazwischen oder sonstwo schauen können, aber diese Positionen wird in beinahe allen Beiträgen zu diesem Thema erwähnt, von daher kann man diese (scheinbare) Tradition ja fortsetzen. Es verlangt zudem keine besondere Konzentration sich auf diesen Bereich zu fixieren, von daher werde ich da wohl kaum einen Fehler machen, wenn ich es beibehalte.

Nach ca. 3-4 Minuten stellten sich Farbveränderungen ein und ich fing an, meine Umgebung anders wahrzunehmen. Allerdings fiel es mir nach weiteren 2-3 Minuten schwer, gedanklich nicht abzudriften und den Blick zum einen zu Fixieren und andererseits nicht in zwanghaftes Starren überzugehen, was der Entspannung einen deutlichen Malus einbrachte. Die angesprochenen Veränderungen im Farbempfinden nahmen dementsprechend parallel zu meinem Empfinden zu und ab, wurden allerdings nach einigen weiteren Minuten begleitet von subjektiv empfundenen Lichtschwankungen (dabei war der Kerzenschein konstant und ungestört), sowie leichten Verzerrungen meines spiegelbildlichen Gesichts. Nach insgesamt ca. 15 Minuten brach ich schließlich den Versuch ab, da die erwähnten Konzentrationsschwierigkeiten zunahmen und die sich abzeichnenden Veränderungen langsam verebbten statt sich zu intensivieren oder zumindest auf einem Niveau einzupendeln.

Versuch 02 – Montag, 16.07.2007, ca. 16.45 Uhr

Dasselbe Setting, bloß eine andere Tageszeit. Ich verspürte den Drang zu einem Experiment und das, obwohl ich eher die Abendstunden für so etwas bevorzugen würde. Dazu muss gesagt werden, dass der Flur keinerlei Fenster besitzt, bis auf die lichtdurchlässigen Facetten unserer Eingangstür. Von daher habe ich alle Türen zum Flur geschlossen und die genannte Eingangstür mit Hilfe eines Badetuchs (sehr stilvoll, ich weiß ;) ) zugehängt. Die Kerzen kamen wieder einmal zum Einsatz, jedoch verzichtete ich diesmal auf den Einsatz von Räucherstäbchen, da mir einfach nicht danach gewesen ist.

In den ersten 5 Minuten tat sich rein gar nichts und in mir stieg eine kontraproduktive Ungeduld empor. Jedoch riss ich mich zusammen, da ich auch keine große Lust dazu verspürte, schon nach so kurzer Zeit abzubrechen. Ich versuchte so gut es ging, meinen standardmäßig recht aktiven Geist zu beruhigen und nach weiteren geschätzten 3 Minuten gelang mir dies auch. Es flossen nur noch sehr wenige Gedanken durch meinen inneren Fluss und auf einmal stellten sich erneut die schon im ersten Versuch festgestellten Veränderungen ein: Veränderte Farb- und Lichtwahrnehmung, leichte Verzerrungen des Spiegelbildes. Ich versuchte mein Erstaunen darüber in Grenzen zu halten und es möglichst nicht innerlich zu kommentieren – außer vlt. mit einem “Aha” oder ähnlich kurzen Floskeln ^^

Diese Aspekte verstärkten sich in den darauf folgenden Minuten. Hinzu kam, dass mir auf einmal kalt wurde, ich also ein anderes Temperaturempfinden wahrnahm. Aufgrund meiner momentanen Umstellung auf den Uberman-Rhythmus ist es mir zumeist sowieso schon kälter als gewöhnlich, aber ich hatte das intensive Gefühl, dass es auf einmal noch ein paar Grad weniger im Raum wären. “Nun gut”, dachte ich mir, “ist dann so” und versuchte nicht in die Gedankenfalle zu tapsen, mir darüber unnötigerweise den Kopf zu zerbrechen.

Nach wohl ungefähr einer Viertelstunde – kann es nicht genau Einschätzen, mein Zeitempfinden ließ aufgrund der Konzentration und der fast schon meditativen Entspannung stark nach – bemerkte ich allerdings verwirrendes: Die Verzerrungen meines Spiegelbildes nahmen zu, es stellten sich zudem sich wandelnde und verschiebende Farbveränderungen innerhalb desselben ein. Es ist schwierig zu beschreiben, aber in diesen umherwabernden Bereichen von etwa 3-4 cm² fluktuierten diverse Farben und Farbverläufe im Wechsel, um zwischendurch die verdeckten Teile meines Gesichtes preis zu geben und dann transparent(!) zu werden. Ja richtig, transparent, durchsichtig… Ich war geschockt und wurde aus meiner Entspannung geworfen. In mir überschlugen sich die Gedanken, was denn hier bitte sehr vor sich geht und wie ich mir denn darauf einen Reim machen soll.

Zur Erklärung: Wenn ich vor diesem Flurspiegel sitze, so habe ich die Eingangstür halb im Rücken, da die Breite des Flures nicht ausreicht um ansonsten in einer angenehmen Entfernung zum Spigel zu sitzen. Nun waren bei diesem Versuch, die Fensterfacetten der Eingangstür mit einem Badetuch zugehängt, einem überwiegend rot-schwarzem sei nun angemerkt. Während ich also diese Farbverläufe und -wechsel wahrnahm und es zu den transparenten Zuständen innerhalb der kleinen Flächen kam, so sah ich Teile dieses Badetuchs hinter mir, die ich eigentlich gar nicht sehen dürfte und könnte.

Ich brach aufgrund des Schrecks das Experiment sofort ab und musste mich erstmal sammeln. Verwirrung par excellence. Ich versuche mir bis heute einen reim darauf zu machen, wie ich zu so einer Wahrnehmung kommen konnte. Dieser Transparenzeffekt hat mich wirklich gehörig durcheinander gebracht. Selbst wenn es sich bei spiegelmagischen Vorkommnissen um rein psychologische Phänomene handelt, so erklärt das nicht, wie ich durch mein zu dem Zeitpunkt verschrobenes und fast schon trip-artiges Spiegelbild hindurchschauen konnte und das auch noch durch sich verschiebende bunte Flächen.

Nun gut, ich kannte das Badetuch ja und habe es erst ein paar Minuten zuvor aufgehangen, von daher war die Erinnerung daran nicht gerade getrübt und dementsprechend kann ich es auch einfach visualisiert haben, da es mir bei einer eingebildeten durchsichtigen Fläche logisch erscheinen würde, es zu sehen. Interessant wäre es zu testen, ob ich auch mir unbekannte Dinge hinter mir erkennen und beschreiben könnte, sie also noch nie zuvor gesehen habe und dennoch detailreich schildern könnte. Allerdings fällt mir momentan kein Versuchsaufbau ein, den ich ohne mithilfe von anderen durchführen könnte. Zudem wäre es schockierend, wenn es dann ebenso funktionieren würde – es würde mein Weltbild ziemlich ins Wanken geraten lassen.

Nach diesem Schock hatte ich allerdings erstmal genug. Vor allem da es danach noch zu einem seltsamen Vorfall kam, den ich hier aber nicht erläutern werde – entgegen meinen ersten Absichten. Einer der Stammleser weiß bereits wovon ich rede. Da es aber nicht unbedingt mit den Versuchen in einem Zusammenhang stehen muss, lass ich es erstmal weg. Natürlich unter dem Vorbehalt es später zu ergänzen, falls es sich doch als relevant auszeichnen sollte.

Wie geht es nun weiter?

Die beiden Versuche liegen nun schon ein paar Tage zurück, möchte aber mindestens den gleichen Zeitraum abwarten. Ein bißchen Gras über die Sache wachsen lassen und dann sieht man weiter. Mein Interesse wurde prinzipiell weiter vertieft, aber die Umstellung auf den polyphasischen Schlaf kostet mich schon viel Kraft – ich möchte mich nicht noch weiter mental abschießen ;)

Wir werden sehen. Sobald es weiter geht, werden auch die nächsten Einträge in dieser Kategorie folgen.

Tag 4 – Harte Lektionen

•Donnerstag, 19. Juli, 2007 • 2 Kommentare

Irgendwann musste es ja so kommen, den Nap um 04.00 Uhr morgens habe ich unfreiwillig auf 1 1/2 Stunden ausgedehnt. Ich verfiel in einen derart tiefen Schlaf, dass ich den Eierwecker komplett überhörte und das 2nd Opening von Death Note beharrlich und wiederholend auf hoher Lautstärke im Hintergrund lief – meine Nachbarn wird’s gefreut haben. Fühlte mich völlig niedergeschlagen, sowohl wg. der Enttäuschung den Rhythmus bzw. die Schlafdauer nicht eingehalten zu haben, zum anderen kam mein Körper damit scheinbar überhaupt nicht zurecht.

Den morgendlichen 8Uhr-Nap, den Mittagsschlaf, sowie das Nickerchen um 16.00 Uhr hielt ich wiederum ein. Ganz der Devise, gleich wieder zurück auf die Schlafschienen zu kommen. Den 20.00Uhr-Nap verpasste ich aus mir unerfindlichen Gründen um eine halbe Stunde, wollte ihn allerdings auch nicht auslassen, also: Verschiebung. Manoman, heute lief’s wirklich undiszipliniert :|

Immerhin lief der Mitternachtsschlaf dafür umso besser, fast wie aus dem Lehrbuch. Tiefer Schlaf, sehr entspannungsreich und sogar einen Traum gehabt(!), allerdings hat mich dessen Inhalt sehr verwirrt und das darin Erlebte empfand ich sehr intensiv – intensiver als die meisten “normalen” Träume in der Zeit vor der Schlafumstellung. Möchte da allerdings nicht ins Detail gehen, es würde zu viele weitergehende Erklärungen vonnöten machen :)

Meine Tätigkeiten zw. den Naps beschränkten sich lediglich auf Einkaufen und ein paar Dinge des Haushalts erledigen. Die meiste Zeit ließ ich mich (im Gegensatz zur recht PC-losen letzten Zeit) dazu hinreißen, die neueste Version des Project Reality Mods für Battlefield 2 zu testen – kann die Erweiterung wärmstens empfehlen – und die WiC Beta weiter zu testen. Erstaunlicherweise haben meine Reaktions- & Konzentrationsfähigkeiten während des Spielens zugenommen. Bin mir darüber im Unklaren, ob mein Körper dabei die letzten Reserven verfeuert hat oder es lediglich an meiner Erfahrung liegt und ich sowieso in so gut wie jedem Zustand halbwegs passable Ergebnisse abliefere, wer weiß ^^

Davon abgesehen fühlte ich mich aber eher schlapp, träge und zu manchen Zeitpunkten hab ich mich gefragt, was ich mir eigentlich beweisen möchte und ob nicht vlt. ein anderer Schlafrhythmus effektiver wäre, wie z.B. in der Nacht 3 Stunden zu pennen und den Rest auf, von der Anzahl nicht dem Umfang her, weniger Naps zu verteilen. Allerdings verwarf ich diese Gedanken schnell und lege sie als Erscheinungen der Umstellungsschwierigkeiten zu den Akten.

Als Interessant empfinde ich immer mehr das veränderte Zeitempfinden. Die einzelnen Tage erscheinen mir geradezu endlos lang, obwohl der reine Gewinn an Stunden an sich nicht so enorm ist. Würde ich mich noch mehr für produktive Dinge motivieren können, so wäre das durchaus ein riesiger Vorteil. Naja, mal sehen wie es weiter geht, mein Augenmerk sollte wohl sowieso eher darauf liegen, den neuen Rhythmus noch besser einzuhalten und nicht so fahrlässig zu sein. Aber an sich könnte es schlimmer sein, von daher sollte ich wohl nicht allzu hart mit mir sein – ist bloß ein Teil meines Selbst und solche Charaktereigenschaften bekommt man nur schwer abgestellt ;)

Tag 03 – b) – Hitze³

•Dienstag, 17. Juli, 2007 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Hitzewelle zieht auch an mir nicht spurlos vorbei. Selbst jetzt um ca. 03.00 Uhr ist es noch arg warm hier und die kommenden tage werden wohl nicht viel anders. Aber ich möchte mich nicht beklagen, finde das allemal besser als das grottige Regenwetter der letzten Wochen :)

Den 20.00Uhr-Nap führte ich auf unserer Terrasse im Schatten durch, aber mit einer großen Portion Schoko+Cookie-Eis im Magen, was vlt. nicht die beste Wahl gewesen ist. Es zeigt sich für mich erneut, dass Essen kurz vor den Nickerchen nicht gut kommt, was den Schlaf angeht. Kam nur kurz zur Ruhe und merkte förmlich wie mein Körper am Schuften gewesen ist. Die Vorgabe bezügl. des Einnehmens von Mahlzeiten (seien sie auch noch so klein / snackig), die man auf vielen Seiten & Blogs liest, kann man also durchaus Ernst nehmen. An sich aber auch eine logische Angelegenheit, die ich auch ohne Test hätte wissen können – das Eis war bloß zu verführerisch zu dem Zeitpunkt ;)

Bis zum Mitternachts-Nap hab ich mich tatsächlich mal mit körperlicher Ertüchtigung / Training beschäftigt, um in Anschluss daran meine Kontakte im Icq zu pflegen. Also alles getreu dem Motto: Jung, Dynamisch, Kommunikativ, Erfolgreich ;) Langsam habe ich das Gefühl, dass meine eher auf Nachtschwärmer getrimmte Person, auch während der Uberman-Rhythmen ihre Prioritäten in die Abendstunden verlegt – interessant, aber evtl. ändert sich das ja noch im Laufe der Zeit.

Wie mein kommender Nap wird und was so im Laufe von Tag 4 geschieht, werde ich euch irgendwann während des Tages mitteilen – je nach Motivationslage früher oder später. Plane bis jetzt lediglich ein paar Einkäufe zu tätigen, ansonsten weiter brav meine To-Do-Liste abzuarbeiten und bei möglichen Downs etwas aktiver zu sein. Ob das alles so klappt wird sich zeigen. Seltsamerweise verbringe ich bisher so wenig Zeit vor dem Rechner wie sonst nie, hätte eher das Gegenteil erwartet o.O

PS: Die Beiträge zum Thema Spiegelmagie werde ich bündeln und hier im Laufe des Tages als einzelnen Blogeintrag verewigen – die Schilderungen stimmen mich nicht zufrieden und da ich es für ein recht heikles Thema halte, dem man sich eher distanziert und weltlich nähern sollte, stecken in der jetzigen Form noch zu viele Unklarheiten und unnötiges Gewäsch’ drin. Zudem verwirren mich einige Vorkommnisse. Das muss auf jeden Fall noch überarbeitet und besser duchdacht werden, bevor ich euch das ruhigen Gewissens präsentieren kann ^^

Tag 03 – a) – Geschüttelt, nicht gerührt

•Montag, 16. Juli, 2007 • 2 Kommentare

Nach einem ganz erträglichen Anfangsteil der Nacht, hat mich der 04.00 Uhr Nap völlig weggehauen. Das Aufstehen war eine Qual und ich musste mir im Kopf alle Ausbilder aus meiner Bundeswehrzeit wieder ins Gedächtnis rufen, um den nötigen Druck zum Erheben auch tatsächlich durchzusetzen. Ich freute mich schon kurz danach auf den in 4 Stunden stattfindenden 08.00Uhr-Schlaf und war zu absolut nichts zu gebrauchen. Beinahe schon apathisch saß ich auf meinem Couchsessel und versuchte zwecklos ein Buch weiterzulesen, dass ich schon vor geraumer zeit angefangen hatte. Aufnahmefähigkeit gleich null, der Körper schreit nach Schlaf.

Beinahe erlösend war dann auch der erwähnte Nap und ich fiel wieder in einen enorm tiefen Schlaf. Das Klingeln des Weckers nahm ich ganz wie aus der Ferne wahr, aber es hatte meinem subjektiven Gefühl nach nichts Negatives an sich. Wunderbar, auch keine Probleme dementsprechend aufzustehen – könnte ich mich bloß nach jedem Nickerchen so fühlen… vlt. wird es ja noch so. Im Anschluss daran, weitere Dinge der To-Do-Liste erledigt und mich draußen in die Sonne gepackt. Zwecks dem Mittags-Nickerchen begab ich mich an ein schattiges Plätzchen im Park samt Eierwecker. Den Rest der Zeit verbrachte ich ebenso draußen und las das erwähnte Buch relativ konzentriert weiter. Zwischendurch unerklärliche Euphorie-Anfälle und Motivationsschübe, die mögen aber auch eher am saumäßig guten Wetter liegen.

Den 16.00Uhr-Nap genoss ich schließlich wieder hier Zuhaus. Um gleich danach eine weitere Spiegelsession durchzuziehen. Hatte auf einmal große Lust darauf, obwohl ich eher den Abend bzw. die nacht für solcherlei Eperimente bevorzuge. Das Ergebnis davon findet ihr in grober Form im zweiten Spiegelmagiebeitrag des heutigen Tages (arbeite noch an beiden Einträgen, also coming soon). Vielleicht hätte ich es lieber lassen sollen. Nun ist es 17.36 Uhr und noch einige Zeit bis zum nächsten Schlaf. Sehne ihn mir einerseits herbei, da ich mich recht unausgeglichen und verwirrt fühle, aber vor allem letzteres mag eher an meinem Experiment und dessen Folgen liegen. Hab eben noch ein paar Minuten auf unserer Terrasse verbracht, mit den Nachbarinnen geplaudert und mich seicht unterhalten lassen. Mal sehen was der weitere Abend so bringt, ihr werdet lesen ^^

Tag 02 – Hart aber herzlich

•Montag, 16. Juli, 2007 • Hinterlasse einen Kommentar

Die Zusammenfassung dieses Tages fällt etwas kürzer aus, da ich mich an meinen Notizen orientieren muss. Kam zwischendurch nicht zurück ins Netz bzw. an meinen PC, von daher alles in komprimierter Form ^^

Der Nap um 04.00 Uhr morgens war, wie ihr wisst, geprägt vom Alkoholkonsum der Grillparty und stand dementsprechend unter einem schlechten Stern. Dennoch gelang es mir, zügig einzunicken und ich hatte einen ähnlich intensiven wie auch tiefen Schlaf wie bei einem der Naps am Vortag. Allerdings kam es auch hier zu keinerlei Träumen und bei keinem der Nickerchen zuvor fiel mir das Aufstehen derartig schwer. Aus Eigensolidarität hatte ich vorher die Schlafphase von 20 auf 30 Minuten erhöht, bin mir allerdings im Unklaren, ob das gut gewesen ist oder nicht. Vom befinden her fühlte ich mich allerdings völlig gerädert und schlichtweg zerstört. Ich kann die Aussagen anderer, die ebenso den Uberman ausprobieren, durchaus unterschreiben, dass Alkohol bei so einem Schlafrhythmus und insbesondere in der Umstellungsphase katastrophal für das eigene Befinden ist.

Dennoch hab ich mir keinen Knüppel zwischen die Beine geworfen und konnte mich – abgesehen von der Verlängerung des Naps – weiterhin an die Zeiten halten. Der 08.00 Uhr und der 12.00 Uhr Schlaf, waren jeweils erholsam, aber ich hatte nicht annähernd dasselbe Gefühl von einem tiefen Schlaf wie bei vorherigen Naps. Auch die Konzentrationsfähigkeiten und meine generelle Motivation ließen im laufe des Vormittages und des frühen Nachmittags rapide ab. Ich schlug mir die Zeit mit Aufräumen, Haushalt und der Zubereitung von Süßspeisen tot, da ich mich weder in der Lage fühlte großartig zu daddeln, geschweige denn andere produktive Dinge zu tun, die meinen Geist gefordert hätten.

Nach dem 16.00 Uhr Schlaf kehrte sich das Ganze jedoch um und ich fühlte mich deutlich besser. Ich kümmerte mich im Anschluss daran um einige der anstehenden Aufgaben für zu erledigende Uni-Hausarbeiten. Auch eine spiegelmagische Session schob ich nach dem ebenso ersehnten wie auch erholsamen 20.00 Uhr Nap ein, mehr davon in einem der beiden neueren Einträge zu diesem Thema. Die restliche Zeit bis 24.00 Uhr schlug ich mit Fernsehen tot und trotz der Gefahr des Einschlafens, tat ich dies beim Entspannten auf dem Bett liegen. Schaute ein paar Dokus, die interessanter waren als erwartet und meine Augen wollten noch nicht einmal dabei zufallen. Also alles in allem ein durchaus erfolgreicher zweiter Tag, abgesehen von der völligen Downphase in der ersten Hälfte und meiner fehlenden Motivation irgendwas am Rechner zu tun.

Tag 01 – c) – Erste Proben

•Montag, 16. Juli, 2007 • Hinterlasse einen Kommentar

Vor meinem Nap um 16.00 Uhr hatte ich definitiv eine Downphase, in der mir zeitweilig beinahe die Augen zugeklappt wären, allerdings ging es kurz vor diesem Nickerchen wieder und ich konnte mich gut fangen. Dieses wiederum war geradezu seltsam: Ich legte mich hin, schloss die Augen, die Gedanken purzelten und waberten noch eine Weile hin und her und auf einmal war ich fest eingeschlafen. Subjektiv gefühlte Stunden später hörte ich aus weiter Ferne den Eierwecker klingeln und wachte auf. Sehr, sehr seltsam, ich hatte zwar keinen Traum, aber vom Empfinden her befand ich mich definitiv im Tiefschlaf. Das hätte ich nicht bei einem der so gesehen ersten Naps erwartet o.O

Die Zeit verging danach wie im Fluge. Zwischendurch wurde ich zu einer Grillfeier bei meinen Nachbarinnen um 19.00 Uhr eingeladen – “könnte brenzlig werden” kam mir in hinblick auf den 20.00Uhr-Nap in den Sinn und auch hinsichtlich der späteren Abschiedsfeier in den Sinn, aber ich sagte zu. Was sich auch nicht als Fehler erwies. Zwar war wieder einmal klar, dass Klischees erfüllt wurden (Mann darf sich selbst und alleine um den Grill kümmern, usw.), aber es bot mir eine gute Gelegenheit zu testen, inwieweit ich es ohne große Erklärungen und / oder Ausflüchte jmdn. erklären kann, warum ich mal eben für 20min zwecks Schlaf weg muss. Es gab um 20.00 Uhr (für meine neugierigen Nachbarinnen unverständlicherweise) gar keine Nachfragen, warum ich mal eben “abtauchen” muss. Seltsam, aber was soll’s, mir war’s recht.

Um die schon in einem anderen Eintrag erwähnte Abschiedsfeier zu besuchen, hätte ich via zwei Buslinien zum Ort der Veranstaltung fahren müssen. Leider – verpeilt wie ich desöfteren nunmal bin – habe ich den letzten Bus gegen kurz nach 22.00 Uhr verpasst und entschloss mich daher, der noch immer stattfindenden Grillfeier weiter beizuwohnen. Die Zeit verging wie im Fluge und gegen 00.30 Uhr merkte ich, dass ich den Mitternachts-Nap verpasst habe. Schlechte Sache, was die Angewöhnung an den neuen Rhythmus betrifft. Meine Müdigkeit nahm dementsprechend enorm zu, jedoch schaffte ich es (auch dank der äußerst gesprächigen Nachbarinnen und ihrer Kommilitonen) mich bis um 04.00 Uhr wachzuhalten und sogar noch ein paar Biere, ein Glas Weinschorle und zwei eher lockere Mischungen, Typ Wodka-Kirsche, zu trinken. Das in den Schlaf fallen fiel mir dann auch entsprechend einfach, trotz der Angst wg. des Alkoholkonsums evtl. meine Wecker zu überhören. Ob das geklappt hat oder nicht, erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag.